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Thu, Apr 24 - Thu, Jul 03 2014

Pädagogik auf vier Pfoten: tiergestütztes Jugendcoaching,

Wiltz, Diekirch, Luxembourg Wiltz, Diekirch, Luxembourg

  • About the event

    Das „Pädagogik auf vier Pfoten- Projekt“ ist eine Intervention in der tiergestützten Pädagogik, die im Jahre 2012 das erste mal im Internat du Nord angeboten wurde. Das Internat du Nord ist ein „Internat socio- familiale spécialisé“ und nimmt Jugendliche ab dem Eintritt ins Lyzeum auf. Das Internat bietet eine intensive und individuelle Betreuung und Begleitung der Jugendlichen und deren Familien, und hat bei Bedarf auch an den Wochenenden geöffnet. Das Projekt ist erarbeitet für Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren die unterschiedliche Verhaltensauffälligkeiten aufweisen und/oder sich momentan in einer familiären Krise befinden.















    Außerschulische Pädagogisch- tiergestützte Interventionen zielen in erster Linie die Bereiche der sozialen und emotionalen Kompetenz an. Die Begegnung mit Tieren besitzt eine Beziehungsqualität welche sich positiv auf unsere Lebensqualität auswirkt. Dadurch, dass Tiere unabhängig von Wertvorstellungen und Normen sind, die in der gesellschaftlichen Kommunikation häufig vorherrschen, und Zuneigung zeigen, vermitteln sie dem Menschen uneingeschränkte Akzeptanz, welche wichtig für eine gesunde emotionale Entwicklung ist.















    Das Projekt wurde erstmals letztes Jahr durchgeführt und war ein Erfolg aus pädagogischer Sicht. Ebenso wurde die Arbeit mit den Tieren von den Jugendlichen mit großem Interesse angenommen und es besteht eine Nachfrage der Weiterführung des Projektes.







    Projektablauf:















    Das Projekt ist vorgesehen für jeweils das dritte Trimester eines Schuljahres und ist ausgerichtet für eine Teilnahme von 6 Jugendlichen.







    Jeder der Jugendliche bekommt „einen“ Hund zugeteilt, mit dem er das ganze Trimester zusammenarbeitet. D.h. also für 6 Jugendliche kommen auch 6 Hunde zum Einsatz. Dies ist wichtig damit die Teilnehmer eine Beziehung zum Tier aufbauen können. Und die Ziele im emotionalen und sozialen Bereich gefördert werden können. Das Projekt findet einmal wöchentlich statt (2 Stunden/ Woche) und läuft über ein Schultrimester.















    Bevor die Hunde beim geplanten Projekt zum Einsatz kommen ist es wichtig den Jugendlichen eine kurze theoretische Einführung zu geben, bezüglich der Regeln im Umgang mit den Hunden. Interessant und wichtig ist auch eine Einführung zum Thema Stresserkennung beim Hund und Beschwichtigungssignale. Auch ist ein Kennenlernen aller Beteiligten, (externe Hundebesitzer, Jugendliche, erzieherische Personal, Projektleiter und Hunde) wichtig, bevor jeder Jugendliche für den restlichen Verlauf des Projektes „seinen“ Hund zugeteilt bekommt.















    Die einzelnen Einheiten werden dann mit unterschiedlichen Aktivitäten gefüllt.







    - Einfache Spaziergänge und Schmusen (um ein Kennenlernen und einen Beziehungsaufbau der Jugendlichen mit „Ihrem“ Hund zu ermöglichen; dies ist wichtig um die weiteren geplanten Aktivitäten durchzuführen).







    - Hundetraining: dies beinhaltet sowohl das Beibringen von Grundkommandos wie „Sitz“, „Fuss“, „Bleib“etc, aber auch Sport mit Hunden (z.B. Agility), wie auch Trickdogging







    - Spurensuche: dies ist eine sehr Interessante Erfahrung und Aufgabe, da sich Hund und Mensch aufeinander verlassen müssen.







    - Relaxation mit den Hunden (Tellington Touch Methode, etc.)







    - Etc.















    Wie die Ziele in der pädagogischen Arbeit mit Tieren gefördert werden können:















    Wenn ein Jugendlicher mit einem Hund eine Übung ausprobiert, gelingt nicht immer alles auf Anhieb. Übungen müssen wiederholt werden. Der Jugendliche kann auf diese Weise lernen mit Frustration umzugehen und sich in Geduld zu üben. Wichtig dabei ist es, sein Ziel nicht aus den Augen zu verlieren und neue Lösungsstrategien zu entwickeln und auszuprobieren. Dies sind wichtige Lernschritte für andere Hürden im Leben. Hunde haben auf (die meisten) Menschen einen hohen Aufforderungscharakter und motivieren deshalb zum weitermachen.







    Der Jugendliche lernt mit dem Hund ein Team zu bilden und Herausforderungen gemeinsam zu meistern. Durch den Aufbau einer Beziehung zu „seinem“ Hund und das gemeinsame erbringen einer Leistung, kann das Selbstbewusstsein des Jugendlichen gefördert werden.







    Bei der Relaxation mit den Hunden können die Jugendlichen „ihrem“ Hund etwas Gutes tun, und ganz nebenbei stärkt dies, die Beziehung zum Tier.















    Empirische Untersuchungen haben ergeben, dass Tiere sowohl physische; psychische als auch soziale Wirkungen auf den Menschen ausüben können.







    Tiergestützte Pädagogik kann man zusammenfassend als Interventionen auf der Basis konkreter, klientenorientierter Zielvorgaben verstehen, die Lernprozesse initiieren, durch die schwerpunktmäßig die emotionale und soziale Kompetenz des Jugendlichen verbessert werden soll.















    Abschluss des Projektes:







    Da sich im Verlauf des Projektes eine Bindung zwischen dem Jugendlichen und „seinem“ Hund entwickelt, ist es wichtig den Abschluss so vorzubereiten, dass es für die Jugendlichen nicht zu einem schmerzhaften Beziehungsabbruch kommt.







    Die Jugendlichen werden von Anfang an darauf vorbereitet, dass das Projekt auf bestimmte Zeit läuft. Bei der letzten Einheit bekommt jeder ein Andenken (Fotos oder Film einzelner Sequenzen aus dem Projekt).







    Der Abschlusstag wird gemeinsam mit den Jugendlichen geplant.















    Die Bewertung des Projektes wird durch Verhaltensbeobachtungen der Jugendlichen in den einzelnen Sequenzen festgehalten.























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